Kunstlabor des Roma Centers

PXL_21KL

Kunstlabor des Roma Centers

Rechtsextremismus und Rassismus treten immer offener zu Tage und wenden sich vor allem gegen migrantische, migrantisierte und geflüchtete Menschen. Diesen muss die Gelegenheit gegeben werden, ihre Narrative selbst zu erzählen.

Zentrale Themen im Projekt sind die Erfahrung von Flucht und/oder Migration, das Ankommen in einer neuen Gesellschaft, das Leben in Ungewissheit, die Hoffnung auf ein neues Leben, auf eine gute Zukunft. Themen sind aber auch die Spannungsfelder zwischen Identität und zugeschriebener Identität, Kultur und Gesellschaft. Sie sind keine Opfer, sondern die Subjekte ihrer eigenen Geschichte, übernehmen die Narrative über Flucht und Migration selbst. Dadurch setzen sie auch den allgegenwärtigen negativen Stereotypen über Menschen mit Migrations- und Fluchterfahrung neue Anknüpfungspunkte entgegen.

Wichtig ist uns zum einen, dass die TN die Gelegenheit haben, sich selbst individuell zu entfalten. Zum anderen haben sie aber auch die Möglichkeit, etwas Gemeinsames zu schaffen.

Das Ziel ist die Umsetzung persönlicher Erfahrungen, Emotionen und Geschichten von Menschen mit Rassismus-, Flucht- und/ oder Migrationserfahrung durch künstlerische Mittel.

In dem Projekt bringen wir Menschen, die seit langem künstlerisch tätig sind, mit Menschen zusammen, die damit kaum oder keine Erfahrung haben, aber Interesse daran haben, ihre Geschichten mit künstlerischen Mitteln zu erzählen. Wir bringen Menschen, die seit langem hier leben, mit Menschen zusammen, die vor kurzem hierher gekommen sind. Menschen mit Fluchterfahrung mit Menschen ohne Fluchterfahrung. Menschen jeden Alters, Menschen unterschiedlicher sozialer und ethnischer Herkunft. Sie präsentieren sich als selbstverständlichen Teil dieser Stadt und Gesellschaft, deren Teil sie sind.

Im Kontakt mit lokalen Künstler_innen lernen sie verschiedene Methoden kennen, wie sie sich künstlerisch ausdrücken können, um über sich, ihre Erfahrungen, Emotionen, Gedanken zu erzählen und gleichzeitig ihre Realitäten der Gesellschaft zu zeigen.

Wir treffen uns in einem regelmäßig stattfindenden Workshop. Im Verlauf des Projekts werden – abgestimmt auf die Wünsche und Bedarfe der TN – Werke erarbeitet. Dies können z.B. Bilder, eine Skulptur, Collage, VIdeo-Clip o.Ä. sein. Geplant ist, dass jede_r TN sein eigenes Werk durch das ihr/ ihm bevorzugten Medium realisiert und schließlich der Öffentlichkeit präsentiert wird.