Roma-Aktivistin spricht über Diskriminierung

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Roma-Aktivistin spricht über Diskriminierung

Anina Ciuciu, eine in Frankreich lebende Romni aus Rumänien, spricht über Diskriminierung gegen Roma, gegen die sie als Aktivistin und angehende Juristin kämpft.

Der italienische Innenminister Matteo Salvini hat kürzlich geäußert, eine ethnische Volkszählung von Roma durchführen lassen zu wollen und die italienischen Roma leider behalten zu müssen. Hier hat sich, so Anina Ciuciu, das Gesicht des Faschismus gezeigt und das habe schockiert. Man dürfe aber nicht vergessen, dass auch in Frankreich ähnliche Politik betrieben wurde, besonders von Sarkozy und Manuel Valls als sie Innenminister waren. Sie vertraten eine extrem repressive Politik des systematischen Ausschlusses von Roma in Frankreich. Zudem seine ethnische Volkszählungen durch die Polizei aufgedeckt worden.

Anina Ciucius Familie musste Rumänien aufgrund des herrschenden Rassismus und Diskriminierung verlassen. Ihre Eltern haben ihre Arbeit verloren, als rauskam, dass sie Roma seien. Um ein würdevolleres Leben zu finden, suchten sie sich Frankreich aus, das Land der Menschenrechte. Bevor die Familie nach Frankreich kam, lebte sie unter extrem widrigen und demütigenden Bedingungen in einer Siedlung in Italien.

In Frankreich erging es Aninas Familie zunächst nicht besser. Als Wendepunkt bezeichnet sie die Begegnung mit einer Lehrerin, die diese Ungerechtigkeit erkannt hat. Anina und ihre Schwestern konnten zur Schule und die Eltern arbeiten gehen. Um für Gerechtigkeit zu kämpfen, hat Anina sich dazu entschlossen, Rechtswissenschaften zu studieren.

Anina betont, dass es nicht die Kultur von Roma ist zu betteln, dass es nicht ihre Kultur ist, in Siedlungen zu leben, dass es nicht ihre Kultur ist, in Armut zu leben. Das ist das Ergebnis sozialen Ausschlusses, es ist das Ergebnis von Jahrhunderten Diskriminierung und Rassismus, die ihre Community ertragen musste.

Vorschläge wie die von Salvini decken Beunruhigendes auf: Wenn die Staaten, die Demokratien, sich als unfähig erweisen, Lösungen für gesellschaftliche Probleme – Bildung, Unterkunft, Arbeit –  zu finden, werden Sündenböcke, ethnische Minderheiten, gebraucht, um davon abzulenken.

Anina Ciuciu studiert Rechtswissenschaften an der Sorbonne und hat ein Buch über ihren Lebensweg geschrieben. 2017 hat sie für die linke Liste bei den Senatswahlen in Seine-Saint-Denis kandidiert, um auch auf politischer Ebene gegen soziale Ungerechtigkeit zu kämpfen.

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