Roma against H8

RONA
Das Projekt Roma against H8 bekämpft Stereotype und Hass gegen Roma mit den Mitteln der Populärkultur. Die Radikalisierung der Mitte findet nicht nur auf der politischen Bühne statt. Der digitale Stammtisch in „sozialen“ Medien, Blogs, Foren und Kommentarspalten von Zeitungen lässt unverhohlen seine Menschenfeindlichkeit von der Kette. Menschenverachtende Äußerungen werden mit dem Recht auf freie Meinungsäußerung verteidigt.
Roma bieten dabei eine besonders populäre Angriffsfläche für Rassist_innen und andere autoritäre Charaktere. Bilder von Klischees werden reproduziert, um das eigene Weltbild zu bestätigen und seinen Hass auf gesellschaftlich Schwächere auszuleben. Roma against H8 setzt dem positive Bilder entgegen. Bilder, die keine Klischees bedienen, sondern Mut und Stärke zeigen.

dsf

Romani Truck from Latveria bei we’ll come united Wir kamen gemeinsam nach Hamburg…… für gleich Rechte für Alle, für Bleiberecht und gegen Faschismus. Am 29. September trafen sich in der schönen Hafenstadt Hamburg ca. 30.000 Menschen aus der gesamten Bundesrepublik und darüber hinaus zu einer großen Parade der Solidarität: we‘ll come united. Die Parade bestand aus mehr als 40 Wagen verschiedener Gruppen.
Das Roma Center e.V. , das Roma Solidarity Bündnis und alle bleiben haben zusammen einen Wagen gestaltet. Auf unserem Romani Truck from Latveria gab es Redebeiträge und Musik.
ah8
Beim letztjährigen Roma-Tag des SoliPolis-Festivals in Hamburg haben wir einen Medien-Workshop gegeben. Wir haben uns damit beschäftigt, wie der Faschismus in Comics verhandelt wird und welche Figuren, von denen einige eine Roma-Herkunft haben, ihn bekämpft haben. Bei der Abendveranstaltung ist Kastro aufgetreten, der sich in seinen Texten mit der Unterdrückung von Roma, dem Holocaust und der Erfahrung mit Krieg befasst. Das Video von seinem Auftritt ist im Nachgang des Workshops entstanden.

Kastro beim Festival SoliPolis in Hamburg

essen

Auch bei einem Workshop in Essen haben wir uns mit den Themen Video und Musik als Mittel gegen Diskriminierung befasst.

In einem Video haben wir Göttinger_innen mit Fakten konfrontiert, u.a. den Ergebnissen aus der Leipziger „Mitte“-Studie (Vorgängerin der Autoritarismus-Studie): „Wusstest du, dass 57,8 Prozent der Befragten ein Problem damit hätten, wenn sich Sinti und Roma in ihrer Gegend aufhielten?“
In einem Video der Reihe geht es um den 8. April. Die Wahl dieses Tages zum Welt-Roma-Tag geht auf den 1. Weltkongress der Roma am 8. April 1971 zurück, bei dem die Vertreter_innen u.a. die Selbstbezeichnung Roma beschlossen und die diskriminierenden Fremdbezeichnungen abgelehnt haben. An diesem Tag kämpfen Roma jährlich öffentlich für eine Welt frei von Rassismus und Faschismus und für gleiche Rechte. In einem Video haben wir einige der Zumutungen und Kämpfe dagegen zusammengefasst: rassistische Kommentare von Politikern, illegale Räumungen von Roma-Siedlungen, Abschiebungen, rassistisch motivierte Morde…

Kunst ist eine Möglichkeit, die eigenen Erfahrungen mit Diskriminierung und Abwertung zu verarbeiten und sich der Welt mitzuteilen.

Kampf und Protest dagegen gibt es in vielen Formen. Subtilere Töne schlägt Rona Stoica in ihrem Lied über Liebe an. Zusammen mit anderen Menschen hat sie ein Video darüber gedreht. Denn was würde besser gegen Hass helfen als Liebe?

RC-RAH8

Kommentar

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