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Eim Projekt des Roma Centers Göttingen e.V.
Vergangenheit verstehen - Zukunft gestalten
Understand the past - shaping the future

Jugendliche aus Serbien, Spanien, Moldawien, Rumänien, Ukraine und Deutschland zu Gast in Hannover
(24.10.31.10.2011)

 

Ende Oktober war es endlich so weit! Jugendliche aus sechs verschiedenen Ländern (Serbien, Spanien, Moldawien, Rumänien, Ukraine und Deutschland) haben sich in Hannover getroffen, um gemeinsam während des Roma Center Göttingen e.V. Projektes Understand the past - shaping the future die Geschichte und gegenwärtige Situation der Roma in Europa zu untersuchen. Viele der Teilnehmer sind selber Roma. Zu dem Programm gehörte neben verschiedenen Workshops und Vorträgen zu Themen wie Menschenrechte, Medien und Romageschichte auch ein Besuch der Gedenkstätte Bergen Belsen und ein Gespräch mit dem auschwitzüberlebenden Sinto Franz Rosenbach.


WORKSHOPPROGRAMM
Diskussionen über Menschenrechte und Vorträge über die Romageschichte in Europa

HERR FRANZ ROSENBACH
Er war bei uns zu Gast und hat über seine Erfahrungen als junger Sinto in Österreich unter der Naziherrschaft und sein Überleben von Auschwitz gesprochen

Viele der Jugendlichen haben von diesen Ereignissen unter der Herrschaft der Nationalsozialisten in Europe zum ersten Mal erfahren und waren sehr entsetzt aber auch interessiert. Ohne Ausnahme erklärten alle nach Ende des Treffens, dass es für sie sehr wichtig war diese Orte zu sehen und mit überlebenden und Sachverständigen zu sprechen und, dass sie in ihren Heimatländern mit ihrer Familie, Freunden und Kollegen über das sprechen möchten, was sie hier gelernt hatten. Es ist wichtig, dass alle darüber wissen und dann sehen, wie Roma heute noch diskriminiert werden. Wir alle müssen Acht geben, wo es Entwicklungen gibt, die wieder zu derartigen Deeskalationen der Gewalt und des Mordens an Roma führen könnten und müssen präsent sein um allen zu zeigen, wer die echten Roma Abseits aller Vorurteile und rechtsextremer Propaganda sind.

BESUCH IN BERGEN BELSEN
Für alle ausländische Jugendlichen war es das erste Mal, dass sie über diese Geschichte etwas erfahren haben und sogar Originalschauplätze besuchen konnten.

Dies haben wir gleich in die Tat umgesetzt bei einem Aktionstag in der Innenstadt von Hannover, wo wir mit Musik, Tanz und Theater sowie verschiedenen Redebeiträgen unserer internationalen Gäste dem Fußgängerpublikum eine interessante Abwechslung sowie Informationen und Begegnungsgelegenheiten bieten wollten. Neben der Abschiebegefahr für Geduldeten Roma in Deutschland und der Kampagne alle bleiben! waren auch die unterschiedlichen Situationen und Hintergründe von Roma in Ländern Thema. Anschließend ging es gemeinsam zum niedersächsischen Landtag, wo wir mit Politikern sprechen konnten und unser Forderungenpapier abgeben haben.

AKTIONS TAG!
Staßentheater, Musik und Vorträge der internationalen Teilnehmer in der Innenstadt von Hannover

Dies sollte aber erst der Anfang gewesen sein! Es sind mit den selben Teilnehmern noch zwei weitere Treffen in der Ukraine und in Polen geplant und es wurde spontan die Gruppe European Roma Movement gegründet, um unsere weitere Aktivität über das Projekt hinaus zu vernetzen und zu koordinieren. Roma werden europaweit diskriminiert und daher ist es nötig, dass wir uns auch europaweit organisieren um uns für unsere Interessen einzusetzen!

BESUCH IM NIEDERSÄCHSISCHEN LANDTAG
Dort gab es Gelegenheit mit Politikern zu sprechen und ein erarbeitetes
Papier mit unseren Forderungen abzugeben.

Unter den Teilnehmern waren auch einige StudentInnen des Journalismus, die prompt nach ihrer Rückkehr Artikel über diese Themen und ihre Erfahrungen in Verschiedenen Medien veröffentlichten. Auch von uns soll in einigen Monaten ein Video über das Treffen erscheinen.

Presse:

Das Projekt  Understand the past - shaping the future wird gefördert im Programm EUROPEANS FOR PEACE der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“.      

        

Das Projekt wird unterstützt von JUGEND IN AKTION
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 Ein Projekt des Roma Center Göttingen e.V.
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