Keine Abschiebung traumatisierter Kinder – Dzemail muss bleiben!

Djemail

Keine Abschiebung traumatisierter Kinder – Dzemail muss bleiben!

Dzemail ist 17 Jahre alt und in Essen geboren. Aus familiären Gründen verbrachte er Teile seiner Kindheit in Kosovo und Serbien. Die Gewalterfahrungen, die er dort machte seitdem er 8 Jahre alt war, prägen sein Leben bis heute. Mehrfach musste er hilflos zusehen wie seine Mutter überfallen und geschlagen wurde. Rassistische Feindseligkeiten machten es unmöglich für ihn und seine Geschwister zur Schule zu gehen. Dzemail leidet seitdem unter einem schweren Trauma, welches sich unter anderem in Ängsten, Konzentrationsproblemen und großer körperlicher- und psychischer Anspannung äußert.

Erst als seine Familie 2014 in Deutschland Asyl beantragte, bekam Dzemail Hilfe. Er konnte eine Therapie beginnen und zum ersten Mal eine Schule besuchen. Obwohl er viel aufzuholen hatte und sich wegen seines Traumas noch immer häufig schwer konzentrieren kann, lernte er schnell Lesen- und Schreiben und nimmt inzwischen wie alle am regulären Unterricht teil. Er ist ein guter und sehr hilfsbereiter Schüler und hat innerhalb wie außerhalb der Schule viele gute Freunde gefunden. In den zwei Praktika, die Dzemail in der Gastronomie und im Autohandel absolviert hat, war er sehr erfolgreich und seine Chefs waren sehr zufrieden mit ihm. Er engagiert sich in einem Schulprojekt mit Senioren einer evangelischen Gemeinde, bei denen er aufgrund seiner umsichtigen und freundlichen Art sehr beliebt ist. Dzemail fühlt sich hier sehr wohl und vor allem sicher! Leute von vielen Seiten setzen sich für ihn ein und wendete sich bereits mehrfach in Briefen an die Ausländerbehörde um sein Bleiberecht zu erwirken – bisher erfolglos. Obwohl die Härtefallkommission noch nicht über den Fall entschieden hat, übt die Ausländerbehörde massiven Druck auf die Familie aus und droht mit nächtlicher Abschiebung.

Es ist dringend: Dzemails Duldung endet am 20.01.2018.

Seine Abschiebung würde Dzemail erheblichen psychischen Schaden zufügen und hätte katastrophale Folgen für seine Gesundheit, sein Wohlbefinden und seine Zukunft. Der gerade erst gewonnene Halt würde abrupt wegbrechen. Die für ihn so wichtige Therapie würde abgebrochen werden. Er würde alle Freunde verlieren. Seine Familie und er würden in eine ökonomisch und menschenrechtlich untragbare Situation versetzt. Dzemail und seinen Geschwistern würde die Möglichkeit auf Bildung damit die Perspektive, überhaupt einen Beruf zu erlernen genommen. In Serbien gibt es keine Zukunft, weder für Dzemail noch für seine Familie.

Weitere Infos zur Geschichte der Familie Basic hier: www.alle-bleiben.info/suzana-und-ahmet-basic/

Dzemail und seine Familie brauchen Eure Unterstützung, nur gemeinsam können wir etwas erreichen! Bitte solidarisiert Euch, unterschreibt diese Petition und leitet sie weiter.

Dzemail muss bleiben!

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