2. August. Roma Genocide Remembrance Day in Göttingen

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Am 2. August. hat das Roma Center seine diesjährige Gedenkveranstaltung im Göttinger Rathaus durchgeführt.
Wir haben über den Völkermord an Roma – insbesondere auch in Jugoslawien – gesprochen. Wenn man über die Verfolgung und Ermordung von Sinti und Roma im 2. Weltkrieg spricht, kann man über den Umgang mit den Überlebenden und den Nachkommen nach dem Krieg und bis heute nicht schweigen. Dazu gehört auch die aktuelle Lage der Roma aus den Südost- und Osteuropäischen Ländern. Gani Rama war in Folge der Bombardierung Jugoslawiens und der Vertreibung von Roma durch die kosovoalbanische Mehrheitsbevölkerung nach Göttingen gekommen. Dreimal wurde er abgeschoben, obwohl er im Kosovo immer wieder bedroht wurde. Am 20. Juli wurde der Vater fünf junger Töchter in Priština ermordet.

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Die Ausstellung des Landesvereins der Sinti in Hamburg zeigt Illustrationen und Texte von Boris Weinrich. Der Sinti-Künstler hat Elemente der Verfolgung, der Menschenversuche, der Ermordung dargestellt. Er befasst sich aber auch mit den Tätern, die nach dem Krieg weiter Karriere machen konnten, und mit Diskriminierung und Rassismus gegen Roma und Sinti bis heute.

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Rainer Driever arbeitet für die Stadt Göttingen ein Gedenkkonzept aus. Dazu gehört prioritär das Gedenken an die „vergessenen Opfergruppen“, zu denen Sinti und Roma gehören. Der Historiker hat uns in seinem Vortrag über den aktuellen Stand seiner Arbeit informiert.

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Den feierlichen Teil der Gedenkveranstaltungen übernahmen Luise Rist und Abdallah Ghbash. Die Autorin und Theatermacherin las aus dem Manuskript ihres werdenden Romans „Manouche“ und wurde dabei von dem Musiker auf der Oud begleitet.

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